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Teil 1 – MYANMAR (BURMA) – FLUSSFAHRT AUF DEM AYEYARWADY VON MYITKYINA NACH BHAMO

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FLUSSABWÄRTS VON MYITKYINA NACH BAGAN AUF DEM LEGENDÄREN AYRYARWADY (IRRAWADDY)

Teil 1 Los geht’s in Myitkyina (Hafenstadt nahe der chinesischen Grenze) über Sinbo nach Bhamo

Flussfahrt auf dem Irrawaddy (Ayeyarwady) von Myitkyina über Bhamo nach Mandalay
Flussfahrt auf dem Irrawaddy (Ayeyarwady) von Myitkyina über Bhamo nach Mandalay und weiter nach Bagan | Foto: Mario Weigt | www.asia-stories.com

Die Reportage von der Flussfahrt in Myanmar ist auf sechs Seiten im Reisemagazin erschienen.

Myanmar, Burma, Birma – ein Land mit vielen Namen und vielen Gesichtern. Bezaubernd und widersprüchlich zugleich. Eine selbst organisierte Flussreise von Myitkyina nach Bagan, rund 750 Kilometer auf Burmas goldener Ader, ist ein fantastisches Erlebnis für zivilisationsmüde Traveller.

Text und Fotos: Annett & Mario Weigt | www.asia-stories.com

Es knirscht, ein kurzes Zittern durchzieht den Schiffsrumpf. Dann ein starker Ruck und die »Pye Gyi Ta Gong 2« steckt mal wieder auf einer Sandband fest. Kapitän U Thun Gyi versteht die Welt nicht mehr. »Vor drei Tagen erst bin ich die gleiche Strecke flussaufwärts gefahren«, berichtet er. »In der Trockenzeit ändert der Irrawaddy  (Ayeyarwady) ständig sein Flussbett, es ist zum Verzweifeln.« Kurz darauf lässt U Thun Gyi die chinesischen Dieselmotoren aufheulen und das Passagierschiff befreit sich binnen zwanzig Minuten wieder aus eigener Kraft.

Trotz – oder vielleicht gerade wegen – solcher kleinen Hindernisse ist eine Schiffsreise auf der Lebensader Myanmars, egal ob mit dem Luxusdampfer oder einem betagten Seelenverkäufer, ein Abenteuer und unvergessliches Erlebnis. Die Fahrt führt im Norden bei Sinkhan durch enge Schluchten mit hoch aufragenden, schroffen Karstfelsen und immergrünen Dschungel. Zwischen Bhamo und Katha rattern an den Ufern die Motoren der Goldsucher, Bulldozer und manchmal auch Elefanten arbeiten in riesigen Teakholzlagern. Tief liegende Frachtschiffe und vertäute Bambusflöße kreuzen mit ihrer Besatzung gemächlich Richtung Süden und mit etwas Glück taucht sogar der vom Aussterben bedrohte Irrawaddy-Delphin vor dem Schiffsbug auf.
Weiter südlich hinter Kyauk Myaung flacht die Landschaft deutlich ab, Pagoden und Tempel der Königsstädte Mandalay, Sagaing und Bagan bestimmen bald das Bild und zwischendurch zieht immer wieder das dörfliche Leben wie eine Traumkulisse vorbei.

Myanmar, Burma - Flussabwärts von Myitkyina nach Bagan auf dem legendären Irrawaddy (Ayeyarwady) | Reisereportage von Annett und Mario Weigt
Myanmar – Flussabwärts von Myitkyina nach Bagan auf dem Irrawaddy

Myitkyina – Eintauchen in das bunte Völkergemisch

Die Hauptstadt des Kachin-Staates ist multikulturell geprägt. Neben Kachin leben hier Sikhs, Nepalesen, Shan, Bamar, Karen und Chinesen, was sich in den verschiedenen Gotteshäusern und der Küche widerspiegelt. Touristen trifft man hier noch selten. Wer hier herkommt, will entweder die umliegenden Kachin-Dörfer in den Bergen besuchen oder den Irrawaddy von seinem Ursprung an bereisen. Ein lohnender Ausflug (Taxi US$ 55) führt zu den beiden Flüssen Malihka und Mehka, die sich in einer bizarren Felslandschaft zum Irrawaddy (Ayeyarwady) vereinigen. Hier gibt es in Freiluftrestaurants direkt am Ufer frischen BBQ-Fisch. Allerdings sollte man diesen Ausflug bald unternehmen, denn ein paar Kilometer stromabwärts planen die Chinesen (China Power Investment, kurz CPI) einen Staudamm – dann wird dieses schöne Fleckchen Erde in den Fluten versinken.


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Anreise nach Myitkyina

Schnell und bequem per Flug mit Air Bagan von Yangon (US$ 139) oder von Mandalay (US$ 89). Alternativ von Yangon nach Mandalay per Zug (16 Stunden), oder Bus (Abfahrt ca. 18 Uhr, 12 Stunden), dann weiter nach Myitkyina mit dem Zug (Abfahrt 12 und 16 Uhr, 22 Stunden).

Tipps für Restaurants und Unterkünfte in Myitkyina

Beliebte Travellerunterkunft ist das kleine »YMCA« (No.12, Myo Thit Quarter). Besser ausgestattet ist das zentral gelegene »New Light Hotel« (No. 70, Zaygyi Road), noch komfortabler das »Two Dragons Hotel« gleich gegenüber. Flussblick genießt man vom »River View« zwischen Myo-Ma-Markt und Fluss, dazu chinesische Gerichte, gegrillten Fisch und Fassbier. Beliebt bei Ausländern ist das »Bamboo Field Rest. & Bar« (No. 313, Unioa St. bzw. Pyi Taung Su St.): Live-Musik, gutes Essen, z. B. Pasta mit Seafood, Cocktails aller Art. Westlich vom Uhrturm in der Zaygyi Road serviert das »Kashmir« leckere indische Currys.

Erste Etappe von Myitkyina über Sinbo nach Bhamo

Dauer: 2 Tage mit einer Ünernachtung
Transportmittel: Expressboot (100 Pass.) und Holzboot (30 Pass.)
Die Fahrt: Die Fahrt stromabwärts mit dem großen Expressboot nach Sinbo (Abfahrt 9 Uhr, 5–6 Stunden.) ist eher unspektakulär – flaches Ufer, viele Wildgänse und etliche Goldsucher. Sinbo erreicht man am Nachmittag, dort wird im einzigen, spartanischen Gästehaus übernachtet und gegessen (Fried Rice und Nudelgerichte). Am nächsten Morgen startet ein kleineres überdachtes Holzboot mit Außenborder nach Bhamo (Abfahrt 10:30 Uhr, 5 Stunden). Gleich nach Sinbo wird die Landschaft hügliger. Bambuswälder, üppig-grüner Dschungel und Goldsuchercamps bestimmen das Bild. Hier passiert das Boot die schmalste Flussenge des Irrawaddy. Steil aufragende Felsspitzen und gefährliche Stromschnellen verlangen vom Bootsführer volle Konzentration. Nach etlichen Flussbiegungen tauchen wieder Ansiedlungen mit Stelzenhäusern auf. Bhamo erkennt man schon von der Ferne am rot-weißen Sendemast.
Unser Tipp: Für die Fahrt Proviant und eine Windjacke einstecken!

Bhamo – Beschauliche Stadt zum Verweilen

Die Nähe zum großen Nachbarn ist nicht zu übersehen. Hotels, Handelshäuser und viele Restaurants sind in chinesischer Hand. Trotzdem hat die Kleinstadt am Tamphin-Fluss noch viel burmesisches Flair. Der bunte Markt, auf dem verschiedene Ethnien ihre Waren anbieten, verkehrsarme Straßen, einladende Teestuben in der Strand Road, der beschauliche Hafen mit Sunsetview und die sattgrünen Reisfelder, eingebettet in eine hüglige Landschaft, lassen viele Traveller oft länger verweilen als geplant.
Mit dem geliehenen Rad oder dem gecharterten Boot auf dem Tamphin lohnt der Ausflug zur 550 m langen Bambusbrücke und zum drei Kilometer weiter entfernten Nonnenkloster Thein Hpa auf dem gleichnamigen Berg. Von hier ergibt sich ein fantastischer Blick auf den Irrawaddy. Entgegen den Infos der meisten Reiseführer ist neuerdings kein lokaler Guide mehr notwendig, um auf eigene Faust, außerhalb der Stadtgrenzen, Touren zu unternehmen.

Tipps für Restaurants und Unterkünfte in Bhamo

Bisher dürfen nur zwei Hotels westliche Touristen aufnehmen, das bessere davon ist das »Friendship Hotel« mit 49 modernen Zimmern (Mingone Quarter).
Lecker sind die im »Sky Beer Station Restaurant« (No. 66, Tiyet Road) angebotenen BBQ-Spieße, Vegetarier lassen sich aus 25 Schalen (Gemüse, Tofu, Pilze, Kräuter) das Mala-Curry frisch zubereiten. Zwei Häuser weiter gibt es im indischen »Shamie Restaurant« günstige Currys und Biryani. Für die Bootsfahrt deckt man sich im gut sortierten Supermarkt ein (Sinphynshin Road Ecke Let Wethondaya Road).

Hier geht’s weiter im Artikel …

Teil 2 – Myanmar, Burma – Flussfahrt auf dem Irrawaddy von Bhamo nach Mandalay …

Teil 3 Myanmar, Burma – Flussfahrt auf dem Irrawaddy von Mandalay nach Bagan …

Ausflugtipps: – Myanmar, Burma – Flussfahrt auf dem Irrawaddy von Mandalay nach Bagan …


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