KAMBODSCHA

Angkor Wat: Tourismus in Kambodscha

Kambodscha: Sonnenaufgang im Tempel Angkor Wat

Angkor Wat im Blitzlichtgewitter

Für meinen neuen Kalender Kambodscha 2015 musste ein neues Titelbild her. Ein Wandkalender von Kambodscha ohne Angkor Wat? Geht überhaupt nicht! Das klassische Motiv (Spiegelung im Teich) im warmen Licht der Nachmittagssonne war schon 2014 auf dem Cover. Angkor Wat im Scherenschnitt vor dunkelrotem Himmel ist ein superschönes Motiv – aber gefühlt schon hunderttausendmal gesehen.


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Kurz vor Sonnenaufgang im Angkor Wat

Mein erster Versuch: ein Foto der Haupttürme mit Prozessionsweg. Hier ist es möglich die unfotogene Baustelle von Hans Leisen am Hauptportal hinter den Palmen zu verstecken. Lange vor Sonnenaufgang – es war noch stockdunkel – habe ich meine Kamera in Position gebracht. Die Besuchergruppen trafen ein. Ihre Guides beleuchteten den Prozessionsweg mit Taschenlampen, die Tempeltouristen mit ihren Smartphones und Stirnlampen. Fotografisch gesehen echt nett, aber die lange Belichtungszeit und das noch fehlende Licht lassen das Foto technisch bedingt etwas rauschen. Bei einem Kalender mit einer Größe von 60 x 48 cm wäre die Rauscherei ohne aufwändige Nacharbeit im Foto zu sehen. Na gut, dann doch wieder ein Foto mit Wasserbecken und Seerosen.

Kambodscha: Angkor Wat vor Sonnenaufgang | Foto Mario Weigt | www.asia-stories.com
Kambodscha: Angkor Wat vor Sonnenaufgang | Foto Mario Weigt | http://www.asia-stories.com

Sonnenaufgang im Angkor Wat

Im Stefan Loose Travelhandbuch Kambodscha steht einleitend in der Beschreibung für Angkor Wat: „Es gibt nichts, das den Besucher auf die majestätische Erhabenheit von Angkor Wat vorbereiten könnte.“ Die Autoren haben recht!

Leider gibt es aber auch nichts, was den Besucher auf den Touristenrummel zum Sonnenaufgang im Angkor Wat vorbereiten könnte.

Am linken Bassin haben sich mittlerweile Scharen von Besuchern positioniert. Wer jetzt hinzukommt, muss sich mindestens mit der achten Reihe zufrieden geben. Hier sind die Zwei-Meter-Menschen voll im Vorteil. Göttliche Stille mit dem Zirren der Zikaden und Vogelgezwitscher sucht man hier vergebens. Als sich dann endlich die Sonne hinter den fünf Türmen zeigt, bricht ein Blitzlichtgewitter aus. Handys und Tablets werden in die Höhe gerissen, es wird wild drauf losgeknipst. Professionelle Spiegelreflexkameras sind hier rar, Stative hätten eh keine Chance. Glücklicherweise haben die meisten Touristen keine Ausdauer und noch weniger Zeit. Ihre Guides drängen zum Rundgang durch das Gemäuer von Angkor Wat. Das Tagesprogramm darf zeitlich nicht durcheinander kommen. Bayon, Ta Prohm & Co stehen auch noch auf dem Plan.

Kurz nach Sonnenaufgang im Angkor Wat

Die „sonnenaufgangshungrige“ Menge vor dem Wasserbecken hat sich zehn Minuten später wie in Luft aufgelöst. Jetzt steht die Sonne schon eine Handbreit über den Türmen. Im Gegenlicht der Sonne leuchten die pinkfarbenen Seerosen im Bassin und spiegeln sich im Wasser. Zudem streifen die Sonnenstrahlen die alten Gemäuer und übertünchen Herrn Leisens Baustelle – und es ist menschenleer. Was kann einem Fotografen besseres passieren? UND KLICK!

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