THAILAND

Thailand: Sangduen Lek Chailert im Elephant Nature Park

Sangduen Lek Chailert im Elephant Nature Park

Thailand | Chiang Mai |Sangduen Lek Chailert im Elephant Nature Park | Mario Weigt Photography
Veröffentlichung meiner Reportage aus Thailand | Chiang Mai |Sangduen Lek Chailert im Elephant Nature Park | Mario Weigt Photography

Die Thailänderin Sangduen Lek Chailert betreibt in der Nähe von Chiang Mai den Elephant Nature Park, ein Elefanten-Camp der besonderen Art. Geschundene und mit Drogen missbrauchte Dickhäuter finden dort eine neue Heimat.


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Fotos Mario Weigt,  Text (Auszug) Andrea Hohenester

Zu Besuch im Elephant Nature Park in Chiang Mai

Sangduen Lek Chailert hat von der Terrasse des Haupthauses einen fantastischen Blick über ihr malerisches Refugium. Die mit üppigem Grün bewachsenen Berge, ein kristallklarer Fluss, ins Tal getupfte Baumriesen und friedlich grasende Elefanten-Gruppen wirken fast so weltfern wie die Kitsch-Kulisse eines Disney-Films. Lediglich ein nüchterner Zweckbau, die Elefanten-Klinik, unterbricht die exotische Landidylle. Es dauert eine Weile, bis Lek, wie Sangduen Chailert von allen beim Spitznamen genannt wird, endlich den Ansatz eines Thai-Lächelns zeigt.
Sie ist gerade erst von einer Reise zurückgekehrt. Der sorgenvolle Blick entspannt sich schnell. Nichts Auffälliges zu erkennen, alle Tiere scheinen sich wohl zu fühlen. Auch die Sorgenkinder wie die verkrüppelte Mea Doh, die in den Bergen bei der Holzarbeit an den Hüften schwer verletzt wurde. Oder Mea Ta Keaw, die einst ihren Peiniger so schwer verletzte, dass er starb. Leks Augen verraten jetzt eine Mischung aus Zufriedenheit und Stolz. „Das ist meine Familie“, sagt sie, „das sind alles meine Kinder.“

Volontariat im Elephant Nature Park

Thailand | Chiang Mai | Volontär bei Sangduen Lek Chailert im Elephant Nature Park | Mario Weigt Photography
Thailand | Chiang Mai | Volontär bei Sangduen Lek Chailert im Elephant Nature Park | Mario Weigt Photography

1996 gründete sie ungefähr 60 Kilometer von Chiang Mai im Norden Thailands den Elephant Nature Park. Jetzt leben 36 Dickhäuter auf dem weitläufigen Grundstück. Jeden einzelnen kennt Lek beim Namen, über jeden kann sie ein Schicksal erzählen. Inzwischen beschäftigt sie 225 Mitarbeiter. Jeder Elefant hat eine feste Bezugsperson, die Thais nennen diesen Mann Mahut, der ein Leben lang das Tier begleitet. Zirka 35 000 Menschen aus aller Welt besuchen jährlich das Camp. Größtenteils Tagesgäste, aber viele bleiben ein paar Tage oder Wochen. Sie arbeiten als freiwillige Helfer, bereiten Futter zu, füttern, waschen die Elefanten im Fluss und reinigen die Stallungen.
Dabei hatte anfangs niemand an ihren Erfolg geglaubt. Ein Elefanten-Camp ohne die übliche Show mit Fussballspiel, Tanz und anderen Kunststücken, ohne Möglichkeit zum Ausritt auf dem Rücken der Riesen? „Keiner konnte sich vorstellen, dass Touristen dafür Geld bezahlen“, sagt Lek. Doch die kleine, zierliche Power-Frau verfolgte konsequent ihr Ziel, eine Zufluchtsstätte für geschundene und misshandelte Elefanten zu schaffen.

Die Elefanten-Flüsterin Lek:

Thailand | Chiang Mai |Die Elefanten-Flüsterin Sangduen Lek Chailert im Elephant Nature Park | Mario Weigt Photography
Thailand | Chiang Mai |Die Elefanten-Flüsterin Sangduen Lek Chailert im Elephant Nature Park | Mario Weigt Photography

Sangduen Chailert (1961) wuchs als Angehörige eines kleinen Bergvolkes im Norden Thailands, dem Goldenen Dreieck auf. Sie schloss an der Hochschule von Chiang Mai ihr Studium mit dem Bachelor of Arts ab. Danach arbeitete sie in der Tourismus-Branche und betrieb mit ih¬rem britischen Ehemann später eine eigene Reiseagentur. 1996 gründete sie das Elephant Nature Camp, das mittlerweile von zirka 35 000 Menschen pro Jahr besucht wird. Viele Auszeichnungen wie „Hero of the Planet“ im Jahre 2001 der Ford Foundation oder „Hero of Asia“ von Time Magazine im Jahre 2005 honorieren ihre Bemühungen um den Schutz der Elefanten, Thailands National-Symbol. Sie ist in zweiter Ehe verheiratet und hat keine Kinder.

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