MYANMAR (BURMA)

Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma)

Myanmar (Burma): Fotoprojekt 2015/16

Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma)
Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt

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Ab 2015 starte ich mein neues Fotoprojekt in Myanmar (Burma, Birma). Seit 15 Jahren bereise ich nun schon Myanmar und beobachte mit gemischten Gefühlen den schnellen Wandel. Dieses Fotoprojekt 2015 wird eine Art Bestandsaufnahme vom ganzen Land. Also bleibt neugierig!

Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt
Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt

„Dies ist Burma, und es wird wie kein anderes Land sein, das du kennst.“ So wie dieser Satz wurde kein zweiter in den letzten Jahren strapaziert, um das südostasiatische Land zu beschreiben, das früher Burma und heute offiziell „Republik der Union Myanmar“ heißt. Was der britische Schriftsteller Rudyard Kipling behauptete, der damals von dem Dickicht der goldenen Pagoden und den freundlichen Menschen schwärmte, hat auch heute noch, nach über 100 Jahren, nichts an Gültigkeit verloren.

Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt
Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt

Anfang 2011, nach fast fünf Jahrzehnten Gewaltherrschaft, leiteten die Generäle sehr plötzlich, und für den Rest der Welt unerwartet, eine vorsichtige Demokratisierung ein. Myanmar durchlebt seitdem eine Art asiatische Perestroika. Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi, Hoffnungsträgerin für die Bevölkerung, die über 15 Jahre von den Militärs unter Hausarrest gestellt wurde, konnte sich von nun an wieder frei bewegen. An den ersten freien Wahlen 2010 durfte Aung San Suu Kyi noch nicht teilnehmen. Im April 2012 wird die „Lady“, wie sie von allen genannt wird, bei Nachwahlen ins Parlament des nun zivil regierten Landes gewählt, aber immer noch mit Misstrauen von den Altvorderen beäugt. Das ganze Volk verehrt die Nobelpreisträgerin für ihren kämpferischen Widerstands gegen die Militärjunta, aber auch ihren Vater General Aung San, der 1947 im Kampf für die Unabhängigkeit Burmas ermordet wurde.

Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt
Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt

Die politischen Reformen des einstigen Generals und jetzigen Präsidenten Thein Sein führten 2012 zur Aufhebung von Wirtschaftssanktionen durch die EU. Voraussetzung dafür waren die Freilassung hunderte Häftlinge, darunter viele politisch Verfolgte, und die Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommen mit den Karen, die seit 1948 für ihren eigenen Staat „Kawthoolei“ kämpfen. Einheimische Journalisten können wieder, wenn auch kontrolliert, objektiver über ihr Land berichten, ihre Kollegen aus dem westlichen Ausland erhalten unkomplizierter Foto- und Drehgenehmigungen.

Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt
Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt

War es nun die desolate Wirtschaftslage, des einst reichsten Landes im asiatischen Raum, die die Machthaber zum Kurswechsel trieb oder war es die Angst, vor dem mächtigen Nachbarn China, der Myanmar mehr und mehr in die Abhängigkeit trieb? Vielleicht fürchteten die Generäle einen weiteren Aufstand, der sie selbst enteignen und ins Gefängnis bringen könnte, gleich der arabischen Jasmin-Revolution?

Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt
Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt

Wie dem auch sei: Jetzt endlich öffnet sich das Land immer mehr. Die ganze Welt beginnt Myanmar zu entdecken, das wie kaum ein anderes Land von der Aura des Unentdeckten, des Geheimnisvollen und Ursprünglichen umweht wird. Es gibt es also doch noch, das „alte“ Asien! In den Katalogen der Reiseunternehmen lachen einem mit Thanaka geschminkte Frauen entgegen, goldglänzende Pagoden, vom Nebel verschlungene Tempelspitzen und sanft lächelnde Buddha-Figuren heizen Seite für Seite die Reiselust für das „Land der goldenen Pagoden“ an. Mit Erfolg! Jetzt traut sich auch der letzte Zweifler nach Myanmar, der vor der Demokratisierung 2011 den Machthabern nicht zusätzliches Geld in den Rachen werfen wollte, derweil ihr eigenes Volk in bitterer Armut (über)lebte – und noch lebt. Die Besucherzahlen erreichen von Jahr zu Jahr neue Rekorde in dem einst links liegengelassenen Reiseland. Die touristische Infrastruktur indes hinkt noch gewaltig hinterher. Es fehlen ausreichend Hotelbetten, die Flugzeuge sind teilweise überbucht und mit der Busflotte, die in den letzten Jahren immerhin ein Relaunch erfahren hat, rumpelt der Reisende auf vielen Straßen von Schlagloch zu Schlagloch zu seinem Ziel.

2015 wird in Myanmar gewählt. Wir dürfen gespannt sein …

Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt
Fotoprojekt und Recherchereise 2015 in Myanmar (Burma, Birma) | Foto: Mario Weigt

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